Wir stellen uns vor: Charlotte Stehmar

Wir stellen uns vor: Charlotte Stehmar

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Für welche Aufgaben bist Du verantwortlich?

Ich bin Sprintteamleiterin des Sprints Nr. 12, in dem wir uns intensiv mit der Integration von OCT (Optischer Kohärenztomographie) in Laseranwendungen beschäftigen. Die OCT kann hierbei als zerstörungsfreie, hochauflösende Messmethodik zur Prozessüberwachung von subtraktiven als auch additiven Verfahren genutzt werden, oder als Stand-Alone Messmittel zur Offline-Prüfung von gefertigten Bauteilen. Der Vorteil der Inline-OCT liegt vor allem in der koaxialen Integrierbarkeit des auf kurzkohärenten Interferometrie basierten Messsystem in den bestehenden Laserprozess, wodurch eine Überwachung des Prozesses unmittelbar an Ort und Stelle des Schweißprozesses bei einer hohen Messfrequenzen umgesetzt werden kann. Mithilfe der orts- und zeitaufgelösten Darstellung der Strukturen lässt sich somit eine adaptive Steuerung der Prozessparameter innerhalb eines dynamischen Prozesses gestalten.

Welche Themen werden momentan bearbeitet?

Momentan entwickeln wir ein ultrahochauflösendes OCT für die zerstörungsfreie Qualitätskontrolle von strukturierten Bauteilen. Das sogenannten UHR-(ultrahigh Resolution) OCT soll Oberflächenmerkmale der Bauteile mit einer räumlichen Auflösung von ca. 1µm darstellen.

Mit welchen Unternehmen und Organisationen arbeitet ihr im Projekt zusammen? Welche Ziele werden konkret verfolgt?

Wir entwickeln derzeit ein UHR-OCT. Neben der Hardware-Konzeptionierung und Entwicklung gehört zusätzlich die Umsetzung eines geeigneten Auswerte Algorithmus zur Quantifizierung der Oberflächenmerkmale. Das System soll anschließend mit realitätsnahen Bauteilen getestet und optimiert werden.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag im Forschungscampus aus?

Für uns findet ein Hauptteil der Arbeit im Labor am IPT statt. Hier werden Messsysteme als Demonstratoren aufgebaut und validiert. Hier stehen wir im engen Austausch mit späteren Anwendern, die uns Bauteile liefern, welche mit dem OCT betrachtet und deren Qualität beurteilt werden soll.

Du wurdest von Deinem Unternehmen in den Forschungscampus entsandt – wie gestaltet sich die Aufteilung der Arbeit für den Campus und Ihr Unternehmen? Wie würdest Du die Forschungscampus-Kultur beschreiben?

Durch den engen Austausch mit ExpertInnen aus vielen Fachgebieten bietet der Campus die Möglichkeit einen vielfältigen Austauschs. Durch die Vernetzung entwickeln sich immer wieder neue Ideen und Lösungsansätze zwischen den Sprintteams. Insgesamt erlebt man dadurch ein sehr motivierendes Team innerhalb der Sprints und auch außerhalb.

Wie bist Du zur Lasertechnik gekommen?

Da wir uns nicht mit den Laserprozessen selbst sondern nur mit der Optischen Messtechnik bzw. deren Integration in Laseranwendungen beschäftigen, unterscheiden wir uns eventuell etwas von dem Rest der DPP- Forscherinnen und Forschern. Nichtsdestotrotz ist das Verständnis über die Laserprozess auch für die Entwicklung einer geeigneten Messmethodik von besonderen Bedeutung für uns, wodurch wir hier am Forschungscampus, umgeben von ExpertInnen besonders profitieren.

Was fasziniert Dich an der Lasertechnik?

Die Präzision, die mit der Fokussierbarkeit des Lasers einhergeht.  Diese spielt auch bei der Umsetzung von optischer Messtechnik eine wichtige Rolle.

Drei Worte, die für Dich den Forschungscampus DPP beschreiben:

Vernetzung, Ideen, Laser.